Archive for the ‘Übernatürliche Geschichten’ Category

Saarbrügge sehen und nicht sterben

10/04/2011

Leben.

Ich lebe.

Atme diese Gewissheit mit jedem Atemzug ein.

Ich sitze neben Dennis im Auto,  kann mein Glück und meine Freude weder in vernünftige Worte fassen, noch in irgendeiner Art und Weise begreifen.ungehemmtes Lachen.

Den sich nähernden Tod in wortwörtlich letzter Sekunde abgehängt. Er fuhr auf der Autobahn seit Aufbruch hinter uns und pirschte sich immer näher heran, bis wir die Ausfahrt nach Saarbrücken nahmen, er diese versäumte und weiterfuhr.

Aber genug der Methaphern.

Nochmal ganz zurück zum  Anfang.

Es ist Mittwoch, und wir fahren gen Frankreich.

In einem Auto zum bersten vollgestopft mit allen möglichen überlebensnotwendigen Utensilien, wie Zelt, Isomatten,Wasser,Schlafsack ,Decken, Klamotten, Dosen voller unansehnlichen, und vermutlich genau so schmeckenden, Suppen und sonstigen Gedöns gefüllt.

Selbstverständlich hatte ich mich erneut völlig verkalkuliert, alles betreffend, denn ich hatte weder  Isomatte, noch Schlafsack, noch Löffel. Im Grunde nur eine Wolldecke und nen haufen Klamotten. Diese schlechte Planung sollte sich später noch als äusserst fatal erweisen. Zum glück war Dennis vorrausschauend genug und hatte zumindest 2 Isomatten + zelt dabei, wenn er sich in dieser Hinsicht auf mich verlassen hätte, wäre der ganze Trip wohl garnicht erst zustande gekommen bzw. Ein in einem reinen Denbakel geendet.

Die Dosen erstanden wir in einem kleine Rewe, nahe der französischen Grenze. Die Nahrungssuche war schon dass erste Problem ,da wir absolut keine Ahnung hatten was wir ohne viel Aufwand schnell hätten zubereiten können ausser Dosenfraß,denn wir hatten nur einen Gaskocher mit begrentzem Gasvorkommen im Gepäck, welcher wohl keine langen Kochsessions überstehen würde. Erster Dämpfer der Euphorie. Wie es so meine Art ist stellte ich mir die Reise als ausgeprochen einfach und komplikationslos vor… das Gegenteil war selbstverständlich der Fall.

Also wie gesagt mit zig Dosen etc. Im Gepäck ging es nun über die Grenze ins Land der Franzosen. Es war bereits dunkel geworden, aber da wir absolut keine Lust hatten die lächerlich hohe Maut zu zahlen, entschieden wir uns, mit  Hilfe meines Netbook Routenplaners, durch die Dörfer bis nach Metz zu manövrieren, was ansich noch kein großes Problem darstellte.  Einen geeigneten Ort, fürs aufschlagen des Zelts zu finden allerdings schon. Denn auf dem Weg nach Metz gabs es zwar gefühlte tausend Dörfer, allerdings keins welches eine geeignete Wiese vorzuweisen hatte. Alles was die Dörfer zubieten hatten waren mit Stacheldraht abgezäunte Weiden und Gärten. Auf einen dieser Gärten verirrten wir uns und waren kurz davor unser Camp dort zu errichten, bis wir merkten, dass es sich offensichtlich um Privatgrundstücke handelt.Wär sicher ein schönes Erwachen gewesen.

Nach Stunden der Suche und mit mittlerweile triefend nassen Schuhen fanden wir eine matschige Erdfläche zwischen einem uneingezäunten Feld und einer Art alten, scheinbar nicht mehr benutzten, Garten inklusive Gewächshäusern, und da wir beide erschöpft und müde der Suche waren, beschlossen wir  unser Zelt hier aufzuschlagen. Ging alles prima, da Dennis alles nötige dabei hatte, ich hingegen nichts . Wie gesagt, hätte man mir die Planung überlassen wär nix bei rumgekommen.

Das Zelt war schnell aufgebaut und die erste Nacht in belle france konnte beginnen. Doch dann wurde mir klar worauf ich mich eingelassen hatte. Dennis der König der Schnarchenden, wie konnte ich das nur vergessen, wie konnte ich mich nur auf so einen Trip einlassen. Während ich so über diese Zweifelhafte Entscheidung nach dachte begann Dennis auch schon, trotz lautem Vögelgeschreies, mit unerhört lautem Schnarchen, wie man es so von ihm kennt.

Ich lag also im Zelt, ohne Schlafsack, lediglich mit ner Wolldecke, da ich dachte „8° in der Nacht,dass is doch sicher richtig warm, ne Decke muss reichen“. War es dann aber doch nicht. Vielmehr war es Schweinekalt. Hinzukam, dass der unendlich harte Boden nicht nur , wie der Name schon sagt, unendlich hart, sondern auch total uneben war .Das war dann auch der Grund für mich mitten in der Nacht mit Sit-ups zubeginnen um meinen Körper aufzuwärmen. Naja was einen nicht tötet… töten einen fast. Nach ca 4 Stunden, die ich mehr oder weniger mit Schlaf verbrachte,naja eigentlich war ich vielmehr damit beschäftigt nicht zu erfrieren, was ich immer mehr für möglich hielt, war es dann an der Zeit aufzustehen.

Denn die Nacht war auch vorbei und wir konnte in der Morgendämmerung  aufbrechen.

Nach kurzem Kartoffelsalatfrühstück und etwas Katzenwäsche, zeigte ich der verschwindenden Nacht noch schnell den Stinkefinger während wir Richtung Metz fuhren.

Der Weg nach Metz war ein leichter, weil ausgeschildert. Was sich allerdings nicht als selbstverständlich erweisen sollte. Denn dann kam Metz, fucking Metz.

Lost in Metz.

Keine Metzchen.

Metz, Hauptort (chef-lieu) vom Département Lorraine.

Eigentlich ein schönes Fleckchen Erde, mit nem super Fluss mitten durch die entzückende Altstadt, märchenhaften Brücken die über diesen führten, etlichen Kirchen und Kathedralen etc. Alles schön und gut, wenn sie nicht unbedingt verhext wär. Denn nach dem Erkunden dieser cool wirkenden Stadt, wollten wir zurück zum Auto und aufbrechen Richtung Nancy, doch das Auto, welches wir an einem Ort abstellten, den wir fälschlicher Weise für den Bahnhof hielten, war plötzlich, genau wie der pseudo-Bahnhof nicht mehr zu finden.

Karten halfen leider auch ausgesprochen wenig, da wir zwar den Bahnhof fanden, dieser allerdings ein anderer war, als der vor uns zum Bahnhof erklärte Ort. Nach guten 2 Stunden Umhergeirre meinte das Schicksal es dann doch noch gut mit uns und wir fanden das Auto. Ausserordentlich glücklich es endlich geschafft zu haben fuhren wir voller Tatendrang los, doch Metz war noch lange nicht fertig mit uns. Es ließ uns nicht gehen und auch der Routenplaner fand keinen Ausweg. Es wird keine Gnade geben und so. Wir saßen also im Auto, welches mittlerweile begann merkwürdige, noch relativ leise Geräusche, von sich zu geben und versuchten aus Metz in Richtung Nancy zu entkommen. war nicht drin. wir fuhren einmal durch die Stadt. Schilder? Fehlanzeige! wir fuhren ein zweites mal durch die Stadt. Weder Rettung noch Hoffnung in Sicht. ich begann alle Straßennamen die an mir vorbeiflogen hektisch in den Routenplaner einzutippen, um eine ungefähre Ahnung zu bekommen in welche Richtung wir denn überhaupt fuhren.  Nach Stunden des Rumkurvens und an Orten auftauchen, an denen wir schon etliche Male zuvor waren, ohne überhaupt hinzuwollen, schafften wir es mit Glück der verfluchten Stadt ein Schnippchen zuschlagen und zu fliehen. Zwischenzeitlich verfolgten wir noch das Ziel einen ausgeschilderten(!) Supermarkt mit dem Namen Intermarché zu finden, was auch irgendwann klappte, und nein es war nicht einfach obwohl ausgeschildert. Dort angekommen hatte ich die Intention  mir einen Schlafsack plus Sonnencreme zuzulegen, das Problem war nur, der scheiß Supermarkt in scheiß Metz war scheiß  teuer, genauer: man hätte für Sonnencreme mindestens 10 und für nen Schlafsack minderwertiger Qualität 17 Euro blechen müssen.Nicht mit uns, ihr Idioten.

Der Weg nach Nancy war ein ausgesprochenes Kinderspiel, da dieser scheinbar nicht verflucht war und man das ein oder andere Schild, bei genauem hinschauen, entdecken konnte, welches den ein oder anderen Ort und die Richtung in der dieser liegt offenbarte.  Wir fuhren über Landstraßen direkt an der Moselle entlang und beschlossen, dann zu halten um am  Fluss zu liegen und ein wenig in der Sonne zu faulenzen. Wir gingen also am Fluss entlang fanden ein schönes Plätzchen unter Bäumen,welche sich schnell als tückische Schleimtropfende Biester herausstellten. Aber davon ließen wir uns nicht verschrecken und blieben eine ganze Weile. Dann wollte ich lecker Dosenessen aufwären und anschliessend schnabulieren,da der Kartoffelsalat plus Frikadellen , von welchen ich bis dato gelebt hatte, aufgebraucht war. Dennis stellte mir also stolz die Kartusche und das Ventil ,also augenscheinlich die optimalen Zutaten für einen Gaskocher, zur Verfügung. Ich wollte sie zusammenbauen:

Ich: „hmm… passt irgendwie nich so ganz, scheint sich um zwei verschiedene Systeme zu handeln.

Dennis: „nein, es gibt nur ein System, lass mich mal.“

Er fingert 10minuten an dem Ding rum und muss zu dem Schluss kommen, dass es nicht passt, gibt allerdings nicht zu, dass es sich doch um zwei unterschiedliche Systeme handelt.

Naja, dann halt lecker kalte Dosenravioli. Klingt eklig, is es auch. Aber in der Not frisst der Teufel Fliegen (hier: ich = Teufel, kalte Ravioli = Fliegen). Letzendlich war es ja doch garnicht so schlimm, der Dramaturgie wegen, bin ich allerdings gezwungen, es so darzustellen.

Nach etwa 3 Stunden am See brachen wir erneut auf und suchten einen neuen Ort um das  Nachtlager aufzuschlagen. Unsere Augen waren nun geschult und wir fanden recht schnell ein ländliches Dorf inklusive grüner Wiesen. Dort stellten wir unser Auto ab und maschierten Richtung Wald, um das Gelände zu erkunden und den optimalen Platz auszumachen. Fanden den auch recht flot. Am Waldesrand hinter einem merkwürdig ausseheneden Steingebäude, über dessen Funktion ich mir immernoch nicht im klaren bin, jedenfalls schien es ausser Betrieb zu sein. Unser Zeltequipment war noch im Auto, also machten wir uns auf den Weg zu diesem. Was sich erneut als recht schweres Unterfangen offenbarte. Denn da wir dachten einen schnelleren Weg, als den Hinweg zu finden, gingen wir in eine andere Richtung und verliefen uns erneut… dieses mal aufgrund der absolut absurden Straßenführung, welche anscheinend völlig unnachvollziehbar, ohne erkennbares Muster  auf das Dorf geklatscht wurde. Wieso weiß kein Mensch, allerdings scheint es in Frankreich zum guten Ton zu gehören, ganz komische Entscheidungen betreffend der Infrastruktur zu fällen. Wenigstens wieder was gelernt. Und das Auto fanden wir schliesslich nach einer gewissen Zeit auch wieder , genau wie den ausgewählten Zeltplatz. Dieses mal sollte mir allerdings nich so ein Lapsus wie der ersten Nacht, die ich nur mit Ach und Krach und einer schmerzenden Niere überstand, unterlaufen. Also beschloss ich meine komplette Kleidung, die ich auf die Fahrt mitnahm, anzuziehen. Das waren dann 2 Unterhemden, Thermounterwäsche, 2 Paar Socken, Jogginghose,         2 T-shirts, 3 Pullis und 2 Jacken. Kaum noch bewegungsfähig legte ich mich ins, mittlerweile halbtkaputte, Zelt (eine Stange war gebrochen, welche wir irgendwie provisorisch mit Seilen stabilisierten).

Die Nacht konnte kommen und  ich würde ihr dieses Mal in ihre kalte Fratze spucken. Sie kam auch und ich schlief im Zelt wie ein Embryo im Bauch seiner Mutter. Allerdings kam ich nich drum rum, das ein oder andere mal von Dennis unerträglichem Schnarchen oder von einem Geschrei, dessen Verursacher dem Geräusch nach nur eine Mischung aus Schwein und Frau sein konnte, welche scheinbar geschlachtet, vergewaltigt oder sonst was wurde,aufzuwachen. Naja jedefalls schrie das Frau-Schwein die Nacht durch immer wieder Mal, was Dennis dazu veranlasste sich im Schlafsack komplett anzuziehen und folglich totzuschwitzen, da er jederzeit bereit sein wollte vor dem Wesen zu fliehen, falls es sich denn plötzlich dafür entscheiden sollte uns einen Besuch im Zelt abzustatten. tat es zum Glück nicht und somit blieb auch Dennis Pfefferspray für Tiere ohne Verwendung.

8 Stunden Schlaf. Purer Luxus. Nichtmal Rückenschmerzen. Fantastisch. Wir brachen auf und schländerten durchs Dorf, das halb kaputte Zelt ließen wir auf der Wiese. Die Menschen und Tiere dort guckten uns in der Regel sehr doof an,  besondere Hervorhebung gebührt einem kleinen Schaf, welches sich fast den Kopf verdrehte, um uns während des Vorbeigehens ununterbrochen anzustarren. Scheinbar riechen sie, dass wir nicht hierher gehören. Es kommt einem vor wie in nem fucking Horrorfilm.  Also schnell ins Auto und ab Richtung Nancy. Was ebenfalls kein Problem war, denn Nancy ist schliesslich nicht Metz (alte chinesische Weisheit) . So, wir parken also das Auto auf nem ausgeschilderten Parkplatz, neben einem riesen Torbogen (Arc) dessen Namen ich mir noch notiere, obwohl ich mir denke : „hmm ein Torbogen , da brauch man sicher keinen Namen, so viele riesige Torbögen gibt es sicher nicht“…gibt es doch. Naja dazu später. Wir sind also auf dem Parkplatz der sich vor einer Art Berufschule, mit entsprechend vielen Schülern davor, befindet. Ich hab noch meine 10 Schichten an , Dennis auch noch sein Frau-Schwein-Entkomm-Outfit. Dann muss man sich schonmal vor nem Haufen lustig dreinblickender Franzosen umziehen, aber was solls.

Und nun auf in die Stadt. Ohne nen Plan gehts los. Aber wir finden dennoch schnell ins alte Stadtzentrum, welches sich durch unendlich schöne Gebäude und Plätze auszeichnet, doch viel mehr dadurch, dass scheinbar alles vergoldet ist und an wirklich jeder ecke riesige Torbögen stehen. Nancy die Stadt der Torbögen und Vergoldung. Eine gute Stadt. Wir gehen in den nähesten Stadtpark und essen erstmal Dosenfutter auf ner Bank, Er Mais, Ich Gulasch. Kalt selbstverständlich. Die üblichen doofen Blicke der Franzosen, aber man hat sich ja doch schon dran gewöhnt.

Und dann das Highlight des Parks. Ein verfluchter kleiner Zoo! Mitten im Park! Mit allem drum und dran: Äffchen, Pfauen, Steinböcken, Enten, Schwänen etc. Welche sich alle recht untypisch verhiehlten.

Die Vielzahl der Pfauen hatte es sich im Geäst eines Baumes gemütlich gemacht, was sehr lustig aussah, andere liefen einfach frei in der Gegend rum. Und 2 Tiere, eine Mischung aus Gans und Schwan, die ich zuvor nie gesehen habe, stritten mit einer ganz seltsamen Ente, was ausserordentlich lustig war. Wir beobachteten den Disput eine Weile und gingen dann weiter zu den Affen, welche sich ebenfalls sehr lustig verhielten. Einer versuchte sich zum Beispiel einen Ausweg auf dem Käfig zu graben und hatte schon ein Loch von beachtlicher Größe in den Fels gekratzt. Er wollte offenbar fliehen.

So.

Genug vom Zoo. Wir machten uns auf Richtung Auto, doch vorher noch schnell in den Park gepinkelt ,im Stile wahrer Vagabunden, weil zu geizig für 20cent Toilettengebühr. Dann durch die Stadt. Auto auf Anhieb gefunden(„war ganz einfach“). Und nun sollte es wieder nach Deutschland gehen. Eigentlich war ein längerer Aufenthalt geplant, doch aufgrund akuten Zeltmangels war dieser nicht mehr möglich. Also Netbook raus, welches mittlerweile nur noch 14% Akkuleistung besaß, und schnell nen Plan rausgesucht, welcher uns in die Heimat führen sollte. Und wo muss die scheiß Route wieder durchführen? Genau! Durch das verhasste Metz. Herz des allen Unglücks und Zuhause allen Böses. Ne alternative Route suchen war nicht drin, denn der Akku gab den Geist auf, zudem waren wir naiv genug zu glauben, es wäre nun leicht durch Metz zu manövrieren, da wir ja schon überall waren. Pustekuchen. Aber erstmal aus Nancy raus und nochmal schnell nen Ort an der Moselle gesucht um den letzten Tag in France zu geniessen. Es sei nochmal erwähnt, dass das Auto inzwischen schon sehr laute Geräusche von sich gab und wir nicht schneller als 80 fahren konnten , aus Angst, es und wir könnten in alle Einzelteile zerspringen. Das steigerte den Stress ungemein. Wir brauchten Entspannung und hielten in nem Dorf , welches doch gefälligst einen guten Platz am Fluss bieten solle. Der Fluss aber war erstmal von einem Zaun umgeben, welchen wir im Stile wahrer Vorzeigeathleten überwanden(hab mir mein Shirt eingerissen), nur um festzustellen, dass man hier absolut nich Baden kann. Wir also auf dem Weg zurück zum Auto, da taucht doch plötzlich ein garstiger Hund auf, welcher scheinbar nur die Intention verfolgt hat mich bei lebendigem Leibe zu verfleischen, und einen ausgesprochenen scheiß drauf gibt was sein Herrchen ihm aufgebracht zuruft, Hunde verstehen wohl kein Französisch. Zum Glück trennten mich und den Hund noch den vorher überwundenen Zaun, denn sonst wärs das wohl gewesen mit good old Cona. Puhh. Nicht zerfleischt gingen wir weiter zum Auto und entschlossen schnellst möglich nach Deutschland zurückzukehren. Naja die Rechnung ohne le Metz gemacht. Selbstverständlich erneut verfahren und ich habe mich meinem Schicksal, auf ewig in Metz zu leben, bereits gefügt. In Dennis flammte allerdings  noch ein wenig Hoffnung auf, welche uns dann auf die Autobahn gen deutschland brachte, trotz der ein oder anderen falschen Anweisung mit der ich uns wieder in die Bredoullie brachte.

Die Geräusche des Autos waren nun nichtmehr zu beschönigen, alles wackelte und vibrierte und ich dachte schon: „Cona, dass wirst du höchst wahrscheinlich nicht überleben.“ Mit Todesängsten beschäfftigt, aber immernoch den ein oder anderen makaberen Witz auf den Lippen und Situation ins lächerliche ziehend, erreichten wir Saarbrücken und entschieden uns dann nach langem hin und her letztenendes dann doch dafür, eine Werkstatt aufzusuchen und nicht die restlichen 200km zu fahren, hier sei gesagt, dass ich die entgültige Entscheidung fiel, was Dennis dann, trotz Haderns an der Richtigkeit dieser , aktzeptierte.

Saarbrücken. Ne tolle Stadt, man fährt von der Autobahn ab und muss erstmal ne Stunde rumkurven bis man dann letztendes im Zentrum ist. Zumindest haben wir dann bei ner Tankstelle halten können und zusätzlich zum Bezin, gabs auch eine eine Werkstatt. Wir erklärten dem Mechaniker also unser Problem und er untersuchte das rechte Rad, von welchem das laute Geräusch unserer Meinung nach ausging. Dennis erklärte dem Mechaniker im Stile eines wahren Fachmanns, dass  wohl der  defekte Dämpfer Verursacher der Geräusche sei. Dieser fand allerdings nichts am von uns beschriebenen Rad. Er bockte das auto also auf der anderen Seite auf und stellte fest, dass das linke Vorderrad unfassbar stark wackelte. alle Schrauben waren fast komplett gelöst. Er guckte uns fassungslos an und fragte „ wer hat denn bei euch die Sommerreifen aufgezogen?!“ es war Experten-Dennis, welcher scheinbar vergaß die Schrauben dieses Rads richtig anzuziehn. Der Mechaniker warf seinen fassungslosen Blick Richtung Mitarbeiter, welcher ihm beim überprüfen der Räder unterstütze, und fragte ihn „wie lange der Reifen wohl noch am rechten Fleck geblieben wäre“ seine Antwort war „20km“.

Wie gesagt hatten wir noch 200km Fahrt vor uns. In meinem Kopf spielten sich Szenarien ab, in welchen sich das Rad vom Rest des Autos verabschiedet und wir nach links in die Leitplanke rasen um wenig später vom nächsten kommenden Auto den unvermeidlichen Todesstoß zu erhalten.

Dennis und ich gucken uns an.

Ich muss lachen.

Ein unendlich befreites Lachen.

Ein Lachen in welchem sich pure Lebensfreude widerspiegelt.

Den Rest des Weges  schmunzele ich unterbrochen. Nach langer Zeit weiß ich wieder, wie gut es ist zu leben und schätze diese Erkenntnis ungemein. Wir haben alle Eile verloren und fahren nur noch mit 80 hinter LKWs her. Alle Hektik  des Lebens scheint wie weggeweht und durch absolute Gelassenheit und Positivität ersetzt worden zu sein. Dass wird wohl auch eine ganze Weile so bleiben.

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der Projekt-Bart

05/01/2011

Wie soviele Männer von Welt vor mir, habe ich mich nun entschlossen  mir einen Projekt-Bart wachsen zu lassen.

Das heisst ich werde mich solange nicht rasieren, bis es mir unendlich auf die Eier geht, was vermutlich ein ganzes Weilchen dauern wird. Ich werde nun wöchentlich ein Foto des Projekt-Barts in diesem Blog veröffentlichen, um euch an ihm teilhaben zulassen.

Woche1

(nach einer Woche)

(nach 2 wochen)

huji

(nach 3 wochen)

hier noch eine kurze Definition eines „Projekt-Barts“:

ein „Projekt-Bart“ ist keines Wegs mit einem normalen Bart zu verwechseln. Er dient weder modischen, noch thermischen Zwecken. sein Ziel soll die Auslotung der eigenen Grenzen, Selbsterkenntnis , sowie die absolute Erfüllung.

Große Menschen vor mir haben den „Projekt-Bart“ auf Grund dieser Eigenschaften eingesetzt. Unter anderm der Weihnachtsmann, welcher kurz darauf erkannte, dass es seine Bestimmung sei den kindern der welt einmal im jahr eine freude durch das schenken von spielzeug zumachen. Oder als Negativbeispiel Osama bin Laden, welcher durch den „Projekt-Bart erkannte“, dass er ein wahrer Bösewicht sei und sich umgehend dem Terror widmete.

Gato

Gewinner-Logbuch 09/05/10

09/05/2010

Liebes BloGGitagebuch,

Wir schreiben Sonntag, den 9. Mai 2010 – es ist Muttertag. Ich befinde mich in einer kleinen Nische in einem dunklen Kellergewölbe. Mein Leben ist ernsthaft bedroht. Das Wasser steht mir bis zum Hals, Tendenz steigend. Wie soll ich hier nur rauskommen? Egal. Wichtiger ist, dass diese Informationen die Außenwelt erreichen. Ich habe eine schreckliche Entdeckung gemacht.

Alles begann damit, dass ich nach einer durchzechten Nacht vor meiner Haustür stand und nach meinem Schlüssel suchte, dann wurde es mir klar: Es war Muttertag. Das wäre ja nicht weiter schlimm gewesen, wenn ich denn ein Geschenk für sie besorgt hätte. Glücklicherweise kam mir die großartige Idee, ein paar Blumen aus Nachbars Garten zu stibitzen. Doch als ich sie ihr überreichte kam es, wie es kommen musste – sie warf mich hochkant aus dem Haus und schrie mich an, ich solle mich zum Teufel scheren.

Nun saß ich da, verschwitzt, müde und mit blutigen Händen von den Rosen, über die sich meine Mutter scheinbar nicht besonders gefreut hatte. Ich kam ins Grübeln und mir wurde klar, dass meine Sinne vielleicht doch von allerlei Einflüssen¹ etwas benebelt waren. Verschlafen schleppte ich mich in Richtung Park und legte mich auf eine Bank. Wie ich es vor dem Schlafen stets zu tun pflege, klopfte ich auf den Boden unter mir – kurz, lang, kurz, lang, lang und noch dreimal kurz – plötzlich begann die Bank, sich zu drehen und ich fand mich in einem schwach ausgeleuchtetem Gang wieder.

Meiner aufgeschlossenen Neugier – die mich zu so einem interessanten und großartigen Menschen macht – ist es zuzuschreiben, dass ich, anstatt durch den Ausgang zu türmen, den Gang entlang schlenderte und versehentlich einen Knopf drückte, der daraufhin den Alarm auslöste. Prompt kamen Nacktäffchen-Wachen angeflogen. Mehrere Stunden lang rung ich mit etwa zwölf von ihnen, als schlussendlich die von  ihnen angeforderte Verstärkung eintraf. Gemeinsam überwältigten sie mich und sperrten mich in diese kleine nischenartige Zelle.

Sollte ich das alles hier überstehen, werde ich euch ausführlich davon berichten, wie ich es geschafft habe… bitte verbreitet die Kunde, dass es sie tatsächlich gibt – eine gefährliche Armee von Nacktäffchen. Man munkelt, einer ihrer Schläfer sei in einer hier in Göttingen ansässigen Band untergekommen, um Informationen über die lokale Partykultur zu sammeln. Seid auf der Hut!

¹ ja, ich hatte vergangene Nacht tatsächlich sehr viel Zucker im Blut…

Polizist Pablo Pappenheimer – Kapitel 2

25/04/2010

…Und so stand Polizist Pappenheimer vor seinem Haus, gelähmt von den markerschütternden Schreien die aus seinem Keller drangen. Nach einigen Sekunden berappelte er sich und rannte zur Tür. In diesem Moment schossen ihm allerhand Gedanken durch den Kopf: Was war geschehen? Wer war dafür verantwortlich? Hatte die Kleine im Pub ihm vorhin zugezwinkert?

Er gab sich einen Ruck und öffnete die Tür. Es kam, wie es kommen musste, sie standen sich direkt gegenüber und blickten sich in die Augen. Sie – das waren Polizist Pablo Pappenheimer und sein Erzfeind, den er schon viele Male hinter schwedische Gardinen gebracht hatte – Karl, der kleptomanische Kannibale. Lange hatte er ihn nicht gesehen, das letzte Mal im Zeltlager Stolle ’98. Dort hatte Karl kapiert, dass er sich neben der Kleptomanie auch am Kannibalismus kokettierte und so kauerte sich Karl unter einen kniehohen Kieferntisch und knabberte an Pablo Pappenheimers Popliteus. Als er es bemerkte, trat Pappenheimer Kannibalen-Karl knallhart in die Klöten, woraufhin dieser ihm grausame Rache schwor.

Und nun war der Zeitpunkt gekommen. Karl kicherte kurz und so schnell wie er aufgetaucht war, war er auch wieder verschwunden. Das einzige, was er zurücklies war ein kleiner Zettel, darauf stand: Tja, wenn dir deine Petunie nicht wichtig genug ist, dann ja vielleicht deine Brille…

In der Tat, seine Brille war ihm sehr wichtig, denn ohne sie konnte er nicht sehen. Kannibalen-Karl hatte ihm ein echtes Schnippchen geschlagen. Polizist Pappenheimer plante, am nächsten Tag in die Stadt zu fahren um sich eine neue Brille zu kaufen. Doch zunächst musste er herausfinden, was die Ursache dieser fürchterlichen Schreie war. Gesagt, getan. Pappenheimer nahm seinen ganzen Mut zusammen und rannte in den Keller, wo er etwas zu sehen bekam, wie es nicht viele Menschen von sich behaupten können: Ein Kaiserschnurrbart-Tamarin hatte sich in seinen Wäschetrockner verirrt, schaute heraus und gab jedes Mal, wenn das Gerät eine volle Drehung vollzog einen schrecklichen Schrei von sich. Nach diesem nervenaufreibenden Tag musste Polizist Pappenheimer sich aufs Ohr hauen, also kuschelte er sich in seine Galactus-Bettwäsche und schlief…

Am nächsten Morgen schwang Pappenheimer sich auf sein Fahhrad und radelte in die Stadt. Dort angekommen betrat er das Brillengeschäft und wurde sogleich freundlich begrüßt. „Hola, sie müssene Polizist Pablo Pappenheimer sein. Iche bine Fernando, der neue Optiker. Schöne sie kennene zu lernen.“, schallte es ihm entgegen. „Obacht, dieser Optiker erscheint dir etwas obskur“, ging es ihm durch den Kopf als er ohnmächtig zu Boden sank…

Polizist Pablo Pappenheimer – Kapitel 1

11/04/2010

…Es war eine finstere Nacht im ruhigen Glorensburgh und Polizist Pappenheimer war gerade dabei, in seiner Stammkneipe den wohlverdienten Feierabend einzuleiten, als der Barkeeper, Lorenz war sein Name, ihn zu sich rief – jemand hatte eine Nachricht hinterlassen.
Als Pappenheimer sich zur Theke bewegte musterte er Lorenz von oben bis unten. Er arbeitete noch nicht lange im Pub zum durstigen Lurch und schien dem Polizisten etwas merkwürdig. Vermutlich war es die Art, wie er sich ständig im Spiegel betrachtete, die eine natürliche Abneigung hervorrief – jedoch trug wohl auch die Tatsache bei, dass er ein überzeugter Nudist war. In Gedanken versunken betrachtete er die Notiz, die Lorenz ihm zugeschoben hatte…
„Wenn du deine geliebte Frau wiedersehen willst, dann bring 500 Pfund zum verlassenen Bauernhof vor der Stadt.“, las er.
Frau; das war der Name, den er drei Wochen zuvor seiner preisgekrönten Petunie gegeben hatte.  Da sie aber die Blüte ihres Lebens bereits überschritten hatte, kümmerte es ihn nicht weiter, was mit ihr geschah – schließlich war Pablo Pappenheimer niemand, der in der Vergangenheit zu leben pflegte. So bestellte er sich einen weiteren Humpen Bier und ging, wenn auch etwas verwundert, zurück zu seinem Platz in einer der Ecken des Pubs.
Polizist Pappenheimer war häufig allein. Die wichtigsten Personen in seinem Leben waren seine Haushälterin, sein schwedischer Brieffreund Ole, und Gil. Gil war ein eifriger Jungspund, der seine Freizeit damit verbrachte, seinem Ziel nachzustreben, Vorsitzender des Scotland Yard zu werden; derzeit war er als Deputy in Glorensburgh beschäftigt. Weitere soziale Kontakte hatte Pappenheimer nicht vorzuweisen, da er sich aufgrund diverser Phobien und Neurosen sehr schwer tat, neue Menschen kennenzulernen.
Er selbst sah darin kein Problem – er hatte ja Ole, dem er alles anvertrauen konnte. Das munterte ihn stets auf. Und so machte er sich bald auf den Heimweg, um seine Katze, er nannte sie – einfallsreich wie er war – Gato, zu füttern und anschließend ins Bett zu gehen.
Doch bereits als der Polizist in die Straße einbog, in der er wohnte, war es ihm klar – etwas schreckliches musste passiert sein! Und so rannte er die letzten Meter die nebelige Straße entlang. Als er an seinem Grundstück angekommen war sah er dieses merkwürdige Licht und hörte dumpfe Schreie aus dem Keller.
Pablo Pappenheimer fiel es wie Schuppen von den Augen: Sie hatten mit ihrem Rachefeldzug begonnen…

Die Nacht der 1000 Augenküchlein

05/04/2010

Unsere Geschichte beginnt in einem Moor nahe dem possierlichen Dörfchen ‚Fordyce‘ im alten Schottland. Es ist stockfinstere Nacht. Das ist so, weil die Sonne bereits untergegangen ist.

Der alte Seebär und zwischenzeitliche auch als Kombüsenkoch tätige Mc.Titties ist nach einer langen Seereise wieder zurück in Schottland.Das ist so, weil er jetzt wieder da ist.

Er hatte seine Zeit vorher in Nicaragua verbracht und nicht gut geschlafen – öfters. Das ist so, weil das Schiff ab und an schwankte.

Außerdem hatte er an einem hellen Winternachmittag an dem die Sonne nicht schient etwas unfassbares erblickt! Erst konnte er es nicht genau erkennen, jedoch war das Ding von atemberaubender Grösse, als das Licht im richtigen Winkel auf es fiel, ward ihm Angst und Bange.

Es handelt sich um einen riesigen, nackten, teilweise haarigen, omnipotenten, mit kleinen Pusterln versehenen Hund und eingentlich war er klein. Mc.Titties hatte sich nur verguckt.

Nach dieser kurzen Ablenkung kehrte Mc.Titties zu seiner vorherigen Beschäftigung zurück und schnitt kleine widerlich dreinblickende Möhren in den Eintopf. Er bereitete häufig Eintopf zu – aber an einem düsteren, sonnigen Herbstvormittag wollte er den Speiseplan ändern.

Superleckere Zuckerwarre, ein Kilo war die Portion vorgesehen, denn er hatte Watt-Wahn. Dieser Wahn wiederum veranlasste ihn wie ein wilder, Backware in Form kleiner Küchlein zu produzieren. Seine Gedanken in diesem Moment waren fokussiert: ‚Backe, Backe Kuchen. Wenn er fällt dann schreit er.‘

So verbrachte er etliche tage in der Kombüse und backte, ließ es sich allerdings nicht nehmen den ein oder anderen Tanz zwischenzuschieben. Er bevorzugt Rumba, aber auch Tango sagte ihm zu, ähnlich wie Cha-Cha-Cha. Was hier noch erwähnenswert ist, ist dass er alle Tänze, bis auf Rumba ausschließlich nackt ausführte. Bei Rumba wäre dies völlig absurd. Das gehört sich nicht, für einen echten Mann von Welt.

Doch nun genug von diesen bizarren Riten, was zählt ist die Patte.

Er schob 1000 kleine, niedliche, teilweise erotische Küchlein in den Backofen. Während er dies tat, tropften einige seiner Augen auf die Küchlein und fusionierten in einem Feuerwerk aus Feuer zu bösen Augenküchlein. Diese kamen dann schnell aus dem Ofen, töteten sein Kaninchen und verschwanden für immer im Dickicht. Vielleicht sogar in dem Moor, in dem er sich grade aufhielt.

Nun luntze Günther Netzer vorbei um nochmal ‚Hallo’ zu sagen.

LoWrenZ  &  gato

Der rammdösige Hund Nepomuk

03/04/2010

Nach einer langen Artikelpause aufgrund der verschiedensten Gründe, möchte ich euch heute als Ausgleich für die artikelfreie Zeit, die großartige Lebensgeschichte vom rammdösigen Hund Nepomuk erzählen. Ja, ihr habt richtig gehört, dieser Hund war in der Tat rammdösig.

Nepomuk kam in einem Wurf mit sieben seiner Geschwister an einem lauen Frühlingsmorgen zu Welt. Die erste Frage die er sich bereits am ersten Tage in seinem Leben stellt, war die gleiche, die sich einst ein Maulwurf stellte: ‚Wer hat mir auf den Kopf gemacht?‚. Nachdem er das Rätsel gelüftet und seine Mutter als Täter ausgemacht hatte, wurde er verrückt, wie der buchstäbliche Hund in der Pfanne. Seine Mutter erkannte sogleich: ‚Oha, hier habe ich es aber mit einem rammdösigen Sprößling zu tun!‚.
Von heute an beschäftigte sich Nepomuk mit den gleichen Dingen wie jeder Hund. Er fraß, tollte umher, schlief – von Zeit zu Zeit kotze er. Im Gegensatz zu seinen Artgenossen zeichnete ihn allerdings eine Besonderheit aus. Wie seine Mutter früh schon erkannte hatte: Nepomuk hochgradig rammdösig!
Als dann eines Tages ein kleiner Ball über dei Wiese hüpfte, konnte der kleine Nepomuk sich nicht mehr beherrschen. Er lief los und rammdöste umher! Ihm gefiel das. Er machte weiter. Bis heute.

Und wenn Nepomuk nicht gestorben ist, dann rammdöst er noch heute!
Amen
LoWrenZ

Eine Geschichte aus meine Jugend

23/03/2010

Ich möchte euch heute eine Geschichte erzählen, die ganz und gar von Zufall geprägt war. Viele von euch werden sicher die Geschichte von dem jungen Mann kennen, der bei dem Versuch sich von dem Dach seines Hauses zu stürtzen, erschossen worden ist, weil er beim Hinunterspringen an der Wohnung seiner Eltern vorbeifiel, in der sich genau in diesem Moment bei einem Streit unter seinen Eltern ein Schuss aus einer normalerweise nicht geladenen Waffe löste und ihn tötlich verletzte.

Meine Geschichte ist zwar nicht sooo extrem, aber durchaus beachtenswert. Um euch nun die Geschichte erzählen zu können, müsste ihr zu allererst meinen damaligen, groben Weg von der Bushaltestelle zu meinem Wohnort kennenlernen. Ich habe hier ein kleines Schaubild, das euch alles verdeutlich soll:

(Quelle: Google Maps)

Die hellblaue Linie zeigt meinen Weg, wobei der rote Pömpel das Ziel des Weges war. Das grün eingekreiste Haus werde ich im folgenden ‚Haus 1‘ und das rot eingekreiste ‚Haus 2‘ nennen.

So, nun zur Geschichte. An Tag eins dieser Geschichte stand ich mit einem Freund vor Haus 1. Wie bereits erwähnt, war ich damals noch jünger. Wie es junge Menschen so tun, war ich nur darauf bedacht Schabernack zu treiben. Da ich grade ein bisschen Papierabfall in der Hand hielt und ich dann ein Auto mit geöffnetem Schiebedach erblickte, warf ich den Müll in das geöffnete Schiebedach. Leider wurde ich dabei aus dem Fenster von Haus 1 beobachtet. Die Frau schrie mich an und wirkte sehr wütend. Wir liefen weg.

Zwei Tage später gingen wir den gleichen Weg. Kurz bevor wir Haus 2 passierten, sagte ich zu meinem Kumpel: ‚Ey, lass uns mal besser die Straßenseite wechseln. Ich glaube das ist das Haus aus dem mich neulich die Alte angeschrien hat. Sie wird sicherlich versuchen und mit irgendwelchen Gegenständen zu bewerfen‘. Dies meine ich im Spaß. Außerdem war es ein Irrglaube. Wie wir in der Nachbetrachtung dieser Geschichte festgestellt haben, war es bloß Haus 2 was wir für Haus 1 hielten.

Grade als wir nun auf Höhe von Haus 2 waren, passierte das Unfassbare. Es löste sich ein Ziegel auf dem Dach des Hauses und er schlug mit voller Wucht auf dem Gehweg auf. Genau an der Stelle, an der wir grade lang gegangen wären, hätten wir nicht irrtümlicher Weise die Straßenseite gewechselt. Mein Schutzengel scheint mir in dieser Situation beigstanden zu haben.

Soviel zu meiner Geschichte. Ich wünsche noch einen schönen Dienstag Nachmittag.

LoWrenZ