Archive for the ‘Künstlerische Auswüchse’ Category

Freunde der Nacht

27/01/2011

Freunde der Nacht mögen die Nacht,

schlafen lieber am Tag!

 

Freunde der Nacht tanzen,

die ganze Nacht!

 

Freunde der Nacht sind Träumer,

jedoch bevorzugt am Tag!

 

Freunde der Nacht,

oh Freunde der Nacht!

 

Aus

 

Ein Bild: Im kleinen Café

21/01/2011

Ich sitze hier schon seit Stunden und trinke einen lauwarmen Kaffee. Es ist nicht besonders besucht, was eine heimische und guttuende Atmosphäre erzeugt. Ich spüre die Verbindung zu den anderen Gästen, die nicht besonders fröhlich wirken. „Was hat euch das Leben angetan?“, denke ich mir. Wurdet ihr genauso wie ich, vom Leben ignoriert? Der Mann rechts neben mir scheint besonders unglücklich zu sein. Dies verrät sein langanhaltender Gesichtsausdruck, der seit Jahren nicht mehr vom Glück besucht worden ist. Plötzlich betritt ein gut gelaunter Clown auf einem Miniatur-Fahrrad das Lokal. Die Stimmung schwenkt in pure Heiterkeit und Euphorie um. Der Clown mit dem Namen „Smile“ versucht einen äußerst schwierigen Hasentrick vorzuführen. Leider scheitert er und wird von den jetzt lustigen Gästen umgebracht, was wiederum eine negative Stimmung verbreitet. Die Gäste widmen sich, wieder traurig und einsam, ihren Kaffees.

Ein Haiku am Morgen…

04/09/2010

Unterhemd unter

Hemd du Oberteil meiner

Träume – einfach gut.

Polizist Pablo Pappenheimer – Kapitel 2

25/04/2010

…Und so stand Polizist Pappenheimer vor seinem Haus, gelähmt von den markerschütternden Schreien die aus seinem Keller drangen. Nach einigen Sekunden berappelte er sich und rannte zur Tür. In diesem Moment schossen ihm allerhand Gedanken durch den Kopf: Was war geschehen? Wer war dafür verantwortlich? Hatte die Kleine im Pub ihm vorhin zugezwinkert?

Er gab sich einen Ruck und öffnete die Tür. Es kam, wie es kommen musste, sie standen sich direkt gegenüber und blickten sich in die Augen. Sie – das waren Polizist Pablo Pappenheimer und sein Erzfeind, den er schon viele Male hinter schwedische Gardinen gebracht hatte – Karl, der kleptomanische Kannibale. Lange hatte er ihn nicht gesehen, das letzte Mal im Zeltlager Stolle ’98. Dort hatte Karl kapiert, dass er sich neben der Kleptomanie auch am Kannibalismus kokettierte und so kauerte sich Karl unter einen kniehohen Kieferntisch und knabberte an Pablo Pappenheimers Popliteus. Als er es bemerkte, trat Pappenheimer Kannibalen-Karl knallhart in die Klöten, woraufhin dieser ihm grausame Rache schwor.

Und nun war der Zeitpunkt gekommen. Karl kicherte kurz und so schnell wie er aufgetaucht war, war er auch wieder verschwunden. Das einzige, was er zurücklies war ein kleiner Zettel, darauf stand: Tja, wenn dir deine Petunie nicht wichtig genug ist, dann ja vielleicht deine Brille…

In der Tat, seine Brille war ihm sehr wichtig, denn ohne sie konnte er nicht sehen. Kannibalen-Karl hatte ihm ein echtes Schnippchen geschlagen. Polizist Pappenheimer plante, am nächsten Tag in die Stadt zu fahren um sich eine neue Brille zu kaufen. Doch zunächst musste er herausfinden, was die Ursache dieser fürchterlichen Schreie war. Gesagt, getan. Pappenheimer nahm seinen ganzen Mut zusammen und rannte in den Keller, wo er etwas zu sehen bekam, wie es nicht viele Menschen von sich behaupten können: Ein Kaiserschnurrbart-Tamarin hatte sich in seinen Wäschetrockner verirrt, schaute heraus und gab jedes Mal, wenn das Gerät eine volle Drehung vollzog einen schrecklichen Schrei von sich. Nach diesem nervenaufreibenden Tag musste Polizist Pappenheimer sich aufs Ohr hauen, also kuschelte er sich in seine Galactus-Bettwäsche und schlief…

Am nächsten Morgen schwang Pappenheimer sich auf sein Fahhrad und radelte in die Stadt. Dort angekommen betrat er das Brillengeschäft und wurde sogleich freundlich begrüßt. „Hola, sie müssene Polizist Pablo Pappenheimer sein. Iche bine Fernando, der neue Optiker. Schöne sie kennene zu lernen.“, schallte es ihm entgegen. „Obacht, dieser Optiker erscheint dir etwas obskur“, ging es ihm durch den Kopf als er ohnmächtig zu Boden sank…

Polizist Pablo Pappenheimer – Kapitel 1

11/04/2010

…Es war eine finstere Nacht im ruhigen Glorensburgh und Polizist Pappenheimer war gerade dabei, in seiner Stammkneipe den wohlverdienten Feierabend einzuleiten, als der Barkeeper, Lorenz war sein Name, ihn zu sich rief – jemand hatte eine Nachricht hinterlassen.
Als Pappenheimer sich zur Theke bewegte musterte er Lorenz von oben bis unten. Er arbeitete noch nicht lange im Pub zum durstigen Lurch und schien dem Polizisten etwas merkwürdig. Vermutlich war es die Art, wie er sich ständig im Spiegel betrachtete, die eine natürliche Abneigung hervorrief – jedoch trug wohl auch die Tatsache bei, dass er ein überzeugter Nudist war. In Gedanken versunken betrachtete er die Notiz, die Lorenz ihm zugeschoben hatte…
„Wenn du deine geliebte Frau wiedersehen willst, dann bring 500 Pfund zum verlassenen Bauernhof vor der Stadt.“, las er.
Frau; das war der Name, den er drei Wochen zuvor seiner preisgekrönten Petunie gegeben hatte.  Da sie aber die Blüte ihres Lebens bereits überschritten hatte, kümmerte es ihn nicht weiter, was mit ihr geschah – schließlich war Pablo Pappenheimer niemand, der in der Vergangenheit zu leben pflegte. So bestellte er sich einen weiteren Humpen Bier und ging, wenn auch etwas verwundert, zurück zu seinem Platz in einer der Ecken des Pubs.
Polizist Pappenheimer war häufig allein. Die wichtigsten Personen in seinem Leben waren seine Haushälterin, sein schwedischer Brieffreund Ole, und Gil. Gil war ein eifriger Jungspund, der seine Freizeit damit verbrachte, seinem Ziel nachzustreben, Vorsitzender des Scotland Yard zu werden; derzeit war er als Deputy in Glorensburgh beschäftigt. Weitere soziale Kontakte hatte Pappenheimer nicht vorzuweisen, da er sich aufgrund diverser Phobien und Neurosen sehr schwer tat, neue Menschen kennenzulernen.
Er selbst sah darin kein Problem – er hatte ja Ole, dem er alles anvertrauen konnte. Das munterte ihn stets auf. Und so machte er sich bald auf den Heimweg, um seine Katze, er nannte sie – einfallsreich wie er war – Gato, zu füttern und anschließend ins Bett zu gehen.
Doch bereits als der Polizist in die Straße einbog, in der er wohnte, war es ihm klar – etwas schreckliches musste passiert sein! Und so rannte er die letzten Meter die nebelige Straße entlang. Als er an seinem Grundstück angekommen war sah er dieses merkwürdige Licht und hörte dumpfe Schreie aus dem Keller.
Pablo Pappenheimer fiel es wie Schuppen von den Augen: Sie hatten mit ihrem Rachefeldzug begonnen…

Der Poet

28/03/2010

Der Poet steht auf einem Hügel
Er schaut hinab ins Tal
Seine Gedanken bekommen Flügel
Von hinten nähert sich Louis van Gaal

Der Poet ganz in Gedanken
hat ihn nicht entdeckt
Van Gaal kriecht langsam näher
Der Poet schreit vor Schreck

Van Gaal faucht
Dann springt er ihn an
Wieso tut er sowas
Weil er es kann

Der leblosen Körper
gezogen ins Dickkicht
Van gaal der Mörder
Gefasst wird er nicht

Cona

als Podcast


Erotische Kurzgeschichte Teil 1

22/03/2010

Sternenklare Nacht.

Auf den gigantischen hölzernen Eingangspforten spiegelt sich das Mondlicht, während Dr. Riesenglied Peter von einer seiner, in letzter Zeit immer häufiger werdenden,  Sauftouren, die Treppen hochstolpert.

Seine Frau hatte ihn erst kürzlich verlassen, seitdem versucht er seinen Kummer zu mit Whiskey zu ertrinken, sein riesiges Haus machte ihm Angst,

so ganz alleine in diesem gigantischen Bauwerk zu hausen hat schon etwas gespenstisches.

Um dem zu entfliehen verlässt er dieses, jeden Morgen, schon früh. Er geht in die urige Kneipe im Stadtzentrum. Dort bleibt er meist bis spät in die Nacht und krönt den Tag des öfteren mit einem Abstecher ins Striplokal, um sich dort seine einzig mögliche weibliche Zuneigung zu sichern. Seinen Job hat mittlerweile aufgegeben.

Er torkelt also wie üblich auf die Eingangspforte zu und öffnet diese mit zittriger Hand, schiebt  seinen tauben Körper durch die Öffnung und ist überrascht warum denn das Licht brennt. Mit diesem Gedanken beschäftigt er sich allerdings nicht allzulange, da er vermutet das Licht aus versehn angelassen zu haben.

Sein Kopf hämmert, Schweiß trieft aus allen Poren, als er die mächtige Wendetreppe hochsteigt und er denkt „isch hät misch heute mal’n bischen zurückhalten sollen“.

Endlich erreicht er mit schwerem Atem sein Schlafzimmer.

Was er jetzt sieht verschlägt ihm nur komplett den Atem.

Eine Frau liegt auf den mäjestätischen Bett sie räkelt sich, blickt auf, und schaut ihm ins Gesicht , als hätte sie ihn bereits erwartet.

Langsam geht sie auf Dr Riesenglied Peter zu.

Ihre prallen Brüste Arme wiegen sanft mit jeder Bewegung hin und her.

Sie flüstert ihm zärtlich ins Ohr : „Ich bin die Fick-Fee Gitarrenkönigin, komm und nimm mich spiel Gitarre mit mir!“

Der Doktor bleibt erst wie angewurzelt stehn, doch dann taumelt er entschlossen auf die nackte und wunderschöne Fick-Fee Gitarrekönigin zu, packt sie und trägt sie zum Bett. Dort legt er sie ab.

Sie beginnen sich zu küssen nach Noten zu suchen und  die Fick-Fee Gitarrenkönigin lässt ihre Hand langsam in Richtung Penis der Saiten gleiten,

sie beginnt diese mit ihren weichen und zarten Fingern zuumfassen zupfen. Mit langsamen,rhytmischen aber zugleich harten Bewegungen beginnt sie das Glied zu reiben zu spielen.

Zur gleichen Zeit fährt die rechte, klobige Hand, des Doktors rasch in Richtung, der mittlerweile feuchten, Vagina Gitarre der der Fick-Fee Gitarrenkönigin. Er genießt es während er langsam in sie eindringt mit ihr ein Lied anstimmt.

Fortsetzung folgt

Cona

BloGGenesis 1,1

22/03/2010

„Und es wurde Tag auf BloGGitanius und die BloGGitanier
erblickten das Licht. Und sie staunten.
Bald wurde es ihnen klar: Die Insel, auf der sie standen,
bot die Möglichkeit, ihren Genius und ihre Schöpfungskraft
auszuleben.
Und so schufen sie. Und die Großartigkeit beeindrucke einen
jeden von ihnen. So fassten sie den Entschluss, die Welt zu
verändern und zu einem besseren Ort zu wandeln.
Doch als bald die Wandlung begann, fanden sich sowohl
Jünger, wie auch jene, denen die Pläne der vier Höllenhunde
missfielen. Und so begannen sie, wiederum Pläne zu schmieden,
um dem großen Wandel entgegenzueifern…“

-BloGGenesis 1,1

Marvin