Autor-Archiv

Ein Haiku am Morgen…

04/09/2010

Unterhemd unter

Hemd du Oberteil meiner

Träume – einfach gut.

Gewinner-Logbuch 09/05/10

09/05/2010

Liebes BloGGitagebuch,

Wir schreiben Sonntag, den 9. Mai 2010 – es ist Muttertag. Ich befinde mich in einer kleinen Nische in einem dunklen Kellergewölbe. Mein Leben ist ernsthaft bedroht. Das Wasser steht mir bis zum Hals, Tendenz steigend. Wie soll ich hier nur rauskommen? Egal. Wichtiger ist, dass diese Informationen die Außenwelt erreichen. Ich habe eine schreckliche Entdeckung gemacht.

Alles begann damit, dass ich nach einer durchzechten Nacht vor meiner Haustür stand und nach meinem Schlüssel suchte, dann wurde es mir klar: Es war Muttertag. Das wäre ja nicht weiter schlimm gewesen, wenn ich denn ein Geschenk für sie besorgt hätte. Glücklicherweise kam mir die großartige Idee, ein paar Blumen aus Nachbars Garten zu stibitzen. Doch als ich sie ihr überreichte kam es, wie es kommen musste – sie warf mich hochkant aus dem Haus und schrie mich an, ich solle mich zum Teufel scheren.

Nun saß ich da, verschwitzt, müde und mit blutigen Händen von den Rosen, über die sich meine Mutter scheinbar nicht besonders gefreut hatte. Ich kam ins Grübeln und mir wurde klar, dass meine Sinne vielleicht doch von allerlei Einflüssen¹ etwas benebelt waren. Verschlafen schleppte ich mich in Richtung Park und legte mich auf eine Bank. Wie ich es vor dem Schlafen stets zu tun pflege, klopfte ich auf den Boden unter mir – kurz, lang, kurz, lang, lang und noch dreimal kurz – plötzlich begann die Bank, sich zu drehen und ich fand mich in einem schwach ausgeleuchtetem Gang wieder.

Meiner aufgeschlossenen Neugier – die mich zu so einem interessanten und großartigen Menschen macht – ist es zuzuschreiben, dass ich, anstatt durch den Ausgang zu türmen, den Gang entlang schlenderte und versehentlich einen Knopf drückte, der daraufhin den Alarm auslöste. Prompt kamen Nacktäffchen-Wachen angeflogen. Mehrere Stunden lang rung ich mit etwa zwölf von ihnen, als schlussendlich die von  ihnen angeforderte Verstärkung eintraf. Gemeinsam überwältigten sie mich und sperrten mich in diese kleine nischenartige Zelle.

Sollte ich das alles hier überstehen, werde ich euch ausführlich davon berichten, wie ich es geschafft habe… bitte verbreitet die Kunde, dass es sie tatsächlich gibt – eine gefährliche Armee von Nacktäffchen. Man munkelt, einer ihrer Schläfer sei in einer hier in Göttingen ansässigen Band untergekommen, um Informationen über die lokale Partykultur zu sammeln. Seid auf der Hut!

¹ ja, ich hatte vergangene Nacht tatsächlich sehr viel Zucker im Blut…

Polizist Pablo Pappenheimer – Kapitel 2

25/04/2010

…Und so stand Polizist Pappenheimer vor seinem Haus, gelähmt von den markerschütternden Schreien die aus seinem Keller drangen. Nach einigen Sekunden berappelte er sich und rannte zur Tür. In diesem Moment schossen ihm allerhand Gedanken durch den Kopf: Was war geschehen? Wer war dafür verantwortlich? Hatte die Kleine im Pub ihm vorhin zugezwinkert?

Er gab sich einen Ruck und öffnete die Tür. Es kam, wie es kommen musste, sie standen sich direkt gegenüber und blickten sich in die Augen. Sie – das waren Polizist Pablo Pappenheimer und sein Erzfeind, den er schon viele Male hinter schwedische Gardinen gebracht hatte – Karl, der kleptomanische Kannibale. Lange hatte er ihn nicht gesehen, das letzte Mal im Zeltlager Stolle ’98. Dort hatte Karl kapiert, dass er sich neben der Kleptomanie auch am Kannibalismus kokettierte und so kauerte sich Karl unter einen kniehohen Kieferntisch und knabberte an Pablo Pappenheimers Popliteus. Als er es bemerkte, trat Pappenheimer Kannibalen-Karl knallhart in die Klöten, woraufhin dieser ihm grausame Rache schwor.

Und nun war der Zeitpunkt gekommen. Karl kicherte kurz und so schnell wie er aufgetaucht war, war er auch wieder verschwunden. Das einzige, was er zurücklies war ein kleiner Zettel, darauf stand: Tja, wenn dir deine Petunie nicht wichtig genug ist, dann ja vielleicht deine Brille…

In der Tat, seine Brille war ihm sehr wichtig, denn ohne sie konnte er nicht sehen. Kannibalen-Karl hatte ihm ein echtes Schnippchen geschlagen. Polizist Pappenheimer plante, am nächsten Tag in die Stadt zu fahren um sich eine neue Brille zu kaufen. Doch zunächst musste er herausfinden, was die Ursache dieser fürchterlichen Schreie war. Gesagt, getan. Pappenheimer nahm seinen ganzen Mut zusammen und rannte in den Keller, wo er etwas zu sehen bekam, wie es nicht viele Menschen von sich behaupten können: Ein Kaiserschnurrbart-Tamarin hatte sich in seinen Wäschetrockner verirrt, schaute heraus und gab jedes Mal, wenn das Gerät eine volle Drehung vollzog einen schrecklichen Schrei von sich. Nach diesem nervenaufreibenden Tag musste Polizist Pappenheimer sich aufs Ohr hauen, also kuschelte er sich in seine Galactus-Bettwäsche und schlief…

Am nächsten Morgen schwang Pappenheimer sich auf sein Fahhrad und radelte in die Stadt. Dort angekommen betrat er das Brillengeschäft und wurde sogleich freundlich begrüßt. „Hola, sie müssene Polizist Pablo Pappenheimer sein. Iche bine Fernando, der neue Optiker. Schöne sie kennene zu lernen.“, schallte es ihm entgegen. „Obacht, dieser Optiker erscheint dir etwas obskur“, ging es ihm durch den Kopf als er ohnmächtig zu Boden sank…

Polizist Pablo Pappenheimer – Kapitel 1

11/04/2010

…Es war eine finstere Nacht im ruhigen Glorensburgh und Polizist Pappenheimer war gerade dabei, in seiner Stammkneipe den wohlverdienten Feierabend einzuleiten, als der Barkeeper, Lorenz war sein Name, ihn zu sich rief – jemand hatte eine Nachricht hinterlassen.
Als Pappenheimer sich zur Theke bewegte musterte er Lorenz von oben bis unten. Er arbeitete noch nicht lange im Pub zum durstigen Lurch und schien dem Polizisten etwas merkwürdig. Vermutlich war es die Art, wie er sich ständig im Spiegel betrachtete, die eine natürliche Abneigung hervorrief – jedoch trug wohl auch die Tatsache bei, dass er ein überzeugter Nudist war. In Gedanken versunken betrachtete er die Notiz, die Lorenz ihm zugeschoben hatte…
„Wenn du deine geliebte Frau wiedersehen willst, dann bring 500 Pfund zum verlassenen Bauernhof vor der Stadt.“, las er.
Frau; das war der Name, den er drei Wochen zuvor seiner preisgekrönten Petunie gegeben hatte.  Da sie aber die Blüte ihres Lebens bereits überschritten hatte, kümmerte es ihn nicht weiter, was mit ihr geschah – schließlich war Pablo Pappenheimer niemand, der in der Vergangenheit zu leben pflegte. So bestellte er sich einen weiteren Humpen Bier und ging, wenn auch etwas verwundert, zurück zu seinem Platz in einer der Ecken des Pubs.
Polizist Pappenheimer war häufig allein. Die wichtigsten Personen in seinem Leben waren seine Haushälterin, sein schwedischer Brieffreund Ole, und Gil. Gil war ein eifriger Jungspund, der seine Freizeit damit verbrachte, seinem Ziel nachzustreben, Vorsitzender des Scotland Yard zu werden; derzeit war er als Deputy in Glorensburgh beschäftigt. Weitere soziale Kontakte hatte Pappenheimer nicht vorzuweisen, da er sich aufgrund diverser Phobien und Neurosen sehr schwer tat, neue Menschen kennenzulernen.
Er selbst sah darin kein Problem – er hatte ja Ole, dem er alles anvertrauen konnte. Das munterte ihn stets auf. Und so machte er sich bald auf den Heimweg, um seine Katze, er nannte sie – einfallsreich wie er war – Gato, zu füttern und anschließend ins Bett zu gehen.
Doch bereits als der Polizist in die Straße einbog, in der er wohnte, war es ihm klar – etwas schreckliches musste passiert sein! Und so rannte er die letzten Meter die nebelige Straße entlang. Als er an seinem Grundstück angekommen war sah er dieses merkwürdige Licht und hörte dumpfe Schreie aus dem Keller.
Pablo Pappenheimer fiel es wie Schuppen von den Augen: Sie hatten mit ihrem Rachefeldzug begonnen…

Chaos pur…

30/03/2010

Priwjet Genossen, liebe Party-People, Lorenz,

einmal mehr kam ich nicht umhin, das Alpenmax aufzusuchen. Da viele einen „Rückzieher“ gemacht haben, waren wir zu dritt: Cona, Tyll und ich. Der Abend begann seicht; ein paar Drinks an der Bar, ein kurzer Gang zur nächsten Theke und ein paar mehr Währenddessen beglücket Tyll uns mit einer Unmenge an nutzlosen Informationen, die er diversen Dokumentationen entnehmen konnte.

Nach schlussendlich 14 Getränken fühlten wir uns bereit, den Dancefloor zu stürmen. Dort angekommen musste ich feststellen, dass ich wirklich alt zu werden scheine. Kaum eines der Lieder, die der DJ, der wohlbemerkt die Midlifecrisis schon hinter sich gelassen zu haben scheint, auflegete, kam mir bekannt vor. Doch da, ein Lichtblick am Horizont: Liquido,  das Safri Duo und sogar Los del Rio!

Zu meinem größten Bedauern entpuppte sich jedes dieser Lieder als Remix, was Cona und mich – Tyll war im Gedränge hunderter Jungspunde verschollen – uns an einen Tisch nahe der Tanzfläche zu setzten. Von dort aus hatten wir das Glück, eines der wohl beeindruckensten Naturspektakel beobachten zu dürfen: den Schlackstanz; eine Chance die Viele nicht ein einziges Mal in ihrem Leben wahrnehmen dürfen.

Ich werde nun versuchen, ihn Euch zu beschreiben, was mir jedoch äußerst schwer fällt, da ich mich die gesamte halbe Stunde (keine Übertreibung), in der ich ihn beobachtete, vor Lachen kringelte. Zunächst sei zu sagen, dass sich das die Prozedur gänzlich außerhalb des Taktes abspielte. Die Person, die ich im Nachhinein sogar überzeugen konnte, diesen Blog zu abonnieren, muss wohl damit begonnen haben, sich die Knie zu brechen. Anschließend begann sie, wie ein Irrer mit den Beinen zu wackeln – selbstverständlich neben dem Takt – und dann und wann einen Hüpfer einzustreuen. Wenn jemand von euch die Folge einer Serie (ich glaube es war Family Guy) kennt, in der in einem Spot diese wackelarmigen Figuren angepriesen werden, dann muss er sich deren Arme nur als Beine des Tänzers vorstellen, um eine Annäherung an das Bild eines Schlackstanzes zu bekommen. Kurz darauf konnte ich mich mit dieser Person unterhalten und erfuhr, dass diese Art des körperlichen Ausdrucks nicht erlernbar sei, sonder rein zufällig und zu einem Teil nach Gefühl entsteht. Zu meinem Erstaunen war auch Vin Diesel vor Ort und erfreute sich an dieser großartigen Tanzeinlage.

Kurz drauf zogen wir wieder gen Tanzfläche, gewillt das Beste aus der Situation zu machen. Dort traf ich einen Hünen an, der mich weniger alt fühlen lies, da er sein Karohemd in die Hose gesteckt hatte und mit verschränkten Armen herumstand. Einige Sekunden später durchzog ein grausamer Geruch die Lokalitäten und erneut suchten wir das Weite.

Nach einigem Hin und Her zwischen Dancefloor und Peripherie entschlossen wir uns, den Heimweg anzutreten. In der Schlange am Ausgang trafen wir den Hünen wieder – und er war betrunkener denn je. Nachdem ich es nach mehreren vergeblichen Versuchen geschafft hatte, seinen Kopf von meiner Schulter zu entfernen, warf er mir grausame Phrasen an den Kopf, wie dass ich nicht den Schneid hätte, einfach einen fahren zu lassen. Nachdem ich mir diesen Satz etwa 20 Mal anhören durfte und Cona den menschgewordenen Hulk tatkräftig unterstützte richtete dieser sich gegen seinen Schöpfer und bezeichnete Cona als kleines Mädchen.

Währenddessen probierte Hulks Weggefährte die Zeche zu prellen, was ihm allerdings nicht gelang. Der Grund dafür war vermutlich die Tatsache, dass er sich nicht schneller als im Schritttempo zu bewegen vermochte – jedoch besteht auch die Möglichkeit, dass ich mich irre. Nachdem der Tunichtgut gefasst war, bezahlte ich meine Rechnung bei der Kassen-Fee (wie ihr euch erinnert, machte Cona ihr letzte Woche bereits schöne Augen) und gab meinem Liebligs-Türsteher ein anerkennendes High-Five und traf vor der Tür einen kleinen Klops mit Namen Jonas. Eine Weile tanzte ich um ihn herum und dann – als mir langsam schwindelig wurde – entschlossen wir uns nach einiger weiterer Beobachtung der Geschehnisse zu gehen.

Auf unserem Weg hörten wir noch lange das freudige Gegröle des Hünen und seines Kumpels, passierten ein paar Jünglinge, die vergeblich versuchten die Tatsache zu verschleiern, dass sie einen Joint rauchten und auch musste ich mir in regelmäßigen Intervallen Tylls Beschwerden über seine kaputte Gangschaltung anhören („Ach Mann, diese scheiß Kette! Ich kann ja garnicht schalten!“).

Bald überzeugte er mich, den Weg zu Fuß fortzusetzen und so erreichte ich nach einem scheinbar ewigen Weg das traute Heim…

Grüße,

Marvin

Identitätsenthüllung

28/03/2010

Hallo, Hallo BloGGitanier,

neulich fragte mich jemand: „Sag mal Marvin, hast du schonmal von dieser Lady Bitch Ray gehört? Kannst du mir sagen wer das ist?“ . Zu meinem Bedauern bestand meine Antwort lediglich aus einem verdutzten Geräusch der Ratlosigkeit.

Dieses Problem lies mich nicht mehr los, und so wachte ich eines Nachts schweißgebadet auf und verspürte das enorme Verlangen, das Rätsel um die Identität dieser Person zu lüften. Gesagt, getan – umgehend packte ich ein paar wichtige Sachen zusammen und machte mich auf den Weg.

Mein erstes Ziel war die städtische Bibliothek. Stundenlang durchwühlte ich Regale und wälzte unzählige Bücher – vergebens. Also zog ich weiter, um meinen Wissensdurst zu stillen. Ich entschloss mich, den weisesten Mann aufzusuchen, der mir bekannt war – Dietmar vom Carré.

Nachdem ich ihm mein Anliegen vorgetragen hatte und mit einer wahrlich großen Antwort rechnete entlockte ich ihm lediglich ein „Ich  bin ’n‘ Penner. Ich hab‘ ’ne Jahreskarte“. Nach dieser Enttäuschung konnte ich auch die nächsten beiden Punkte als wenig hilfreich abhaken und so führte mich meine Odyssee zu einem weiter entfernten Ziel. Doch auch mein guter Freund Ernst August von Hannover war nicht in der Lage, mir Hilfe zu leisten, da er bereits vor einigen Jahren von uns gegangen war.

Nach dieser mehrfachen Pleite war ich gezwungen, schwere Geschütze aufzufahren. So beschloss ich, Angela Merkel aufzusuchen. Zwar war sie nicht begeistert, mitten in der Nacht geweckt zu werden, doch war sie nach einem Tässchen Tee und ein bisschen Smalltalk gewillt, sich meines Problems anzunehmen. Zu meinem Bedauern waren weder sie, noch ihr unverhältnismäßig großer Identitäs-aufdeckungs-Ausschuss in der Lage, mein Problem zu lösen. Auf ihren Rat hin, die tibetanischen Mönche zu Rate zu ziehen, wenn ich närrisch genug sei, den unfassbar gefährlichen und noch nie zuvor beschrittenen Weg auf mich zu nehmen, zog ich von dannen.

Einige Wochen und endlose grausame Verletzungen später war es geschafft: Ich betrat den Vorhof des Klosters, das dafür bekannt war, den weisesten aller Mönche zu beherbergen. So erbat ich um Audienz – mit Erfolg. Einige Tage energischer Diskussion später war ich meinem Ziel kein Stück näher. Dafür war mir einiges Gefasel über das Nirvana, Reinkarnation und die Allheit zu Ohren gekommen.

Geknickt machte ich mich auf den Heimweg. Endlich in Göttingen angekommen konnte ich es kaum erwarten, meinen Mit-Bloggern von dieser Enttäuschung zu berichten. Und nachdem ich meine Geschichte geschildert hatte, sagte Lorenz: „Ach Mensch, da hättest du dir wirklich eine ganze Menge Ärger ersparen können. Ich bin Lady Bitch Ray!“

Ich sah ihm ausdruckslos in die Augen, und ging…

Sub-urbane Sozialstrukturen

25/03/2010

Guten Abend zusammen,

aufgrund des ausgezeichneten Wetters entschieden wir uns, heute Fußball spielen zu gehen. Wir wählten einen Platz auf den Zietenterrassen, einer Gegend, die einen ausgesprochen hohen Migrationsanteil aufweist.
Als ich einen Moment herumsaß, bekam ich die Unterhaltung einiger dort ansässigen Kinder mit, was mich sehr geprägt und schlussendlich dazu veranlasst hat, diesen Artikel zu verfassen.
Zunächst sollte ich versuchen, die drei wichtigsten Personen zu beschreiben. Da wäre zum Einen ein kleiner Junge, der, wie ich einem Gespräch entnehmen konnte, 13 Jahre alt war. Sein Kopf befand sich etwa auf Höhe meines Brustbeins, was vermutlich der Grund war, weswegen er mir so quirlig – fast schon wuselig – vorkam. Er trug Sportklamotten und spuckte jede Minute mehrmals auf den Boden, ein wahrer Fußballer.
Sein Kumpel maß etwa 1,85m und trug einen Vokuhila, dessen Ende gelockt und blond gefärbt war, was einen starken Kontrast zu seinen ansonsten dunklen Haaren bildete. Gekleidet war er ähnlich wie der erste, weitaus kleinere Junge und auch er hatte die unangenehme Angewohnheit, ständig den Boden mit seinem Speichel zu benetzen.
Der dritte im Bunde war ein weiterer kleiner Wicht von 15 Jahren. Er war gute zehn Zentimeter größer als der Erste und trug eine Trainingshose, Chucks und ein etwas zu klein geratenes T-Shirt, welches seine durchaus füllige Figur enorm betonte.
Bereits während des Spiels war mir aufgefallen, dass die drei kaum einen Satz zu bilden vermochten, der nicht eine Beleidigung als Anhängsel trug. Ein ausgezeichnetes Beispiel bildet der folgende, kurze, doch zugleich aussagekräftige Dialog:

„Spiel, du Opfer“
„MAAAN, halt doch die Fresse, du Spast!“

Sätze dieser Art waren ständig zu hören, was mich bald dazu bewegte, mich zu Trutz und Cona auf den Tennisplatz zu gesellen. Kurz nachdem ich wiederkam und mich auf eine Bank setzte, holte der zuletzt beschriebene Junge einen Zettel aus der Tasche, der sich als Schreiben des Staatsanwaltes entpuppte. Stolz berichtete er von den Anschuldigungen, die gegen ihn vorliegen: „räuberische Erpressung und Körperverletzung, voll geil, Alta“.
Kurz darauf entschlossen sich die drei, etwas zu tun, das ich nicht verstehen konnte, doch stellte sich, als sie kurz darauf wieder auftauchten, heraus, dass es mit Drogen zu tun gehabt haben muss.
Bald, nachdem das beinahe epische Match zwischen Cona und Lorenz bestritten war, entschlossen wir uns zu gehen, doch Cona, der einen der kleinen Jungen schief ansah, musste sich von diesem zunächst als „Fick-Fehler“ bezeichnen lassen, bevor wir endlich das Weite suchen konnten.

Nun frage ich euch, liebe Bloggitanier, was haltet ihr davon, dass sich bereits kleine Kinder so verhalten? Geht es mit unserer Gesellschaft den Bach herunter?

Marvin

Sklaverei bei BloGGitanius

24/03/2010

Liebe BloGGitanier,
hier geschehen Dinge, über die Ihr aufgeklärt werden solltet…
Viele denken „Ach so einen Blog zu führen macht bestimmt Spaß; immerhin hat man die Möglichkeit, wann und – dank der modernen Technik – auch wo man gerne möchte einen Artikel zu verfassen, um der Allgemeinheit seine Gedanken mitzuteilen. Das ist ja eine ausgesprochen gute Sache!

Aber falsch: In diesem Blog, der Ursprünglich aus der Laune dreier vielversprechender Autoren entstand, herrschen bereits nach wenigen Tagen Verhältnisse, die stark an Sklavenarbeit erinnern. So kann man weder schreiben wann man möchte, noch das, was einem auf der Seele brennt.

Ursprünglich wurde ich grdrängt, eine ausführliche Laudatio auf Lorenz und Cona zu verfassen, doch dem konnte ich mich nicht beugen. Vermutlich werde ich schreckliche
Konsequenzen zu tragen haben um Euch diese Wahrheit zugänglich zu machen. Also kann ich euch nur bitten, helft mit, die Menschenverachtung wenigstens hier zu
stoppen!
Ich werde mich jetzt auf den Weg zum Bahnhof machen um für einige Tage unterzutauchen…

Bis bald,

Marvin

50 Jahre und mehr…

23/03/2010

Einen schönen guten Morgen!

Ich muss zugeben: Auch ich habe dem Alkohol gefröhnt, doch gibt es etwas, das ich unbedingt loswerden muss, bevor ich mich in Bett lege.

Sicherlich kennt Ihr das: Ihr seid in der Disko und tanzt ausgelassen. Doch plötzlich taucht, wie aus dem Nichts, jemand auf und tanz Euch an. Meist sind diese Menschen nicht gerade anziehender Natur und ebenso wenig in der Lage, den Diskoblick, den Lorenz Euch näher gebracht hat, gekonnt einzusetzen.

So ging es heute auch einem lieben Freund von mir. Allerdings war die Person, mit der er zu tun hatte nicht nur unattraktiv und ganz und garnicht sein Typ, nein; sie war auch noch steinalt.

Von allen, die der Situation beiwohnten wurde sie auf mindestens 50 Jahre geschätzt. Nun war dieses Ungeheuer auf der Suche nach Frischfleisch. Prompt steuerte sie auf zwei meiner Beleiter zu und probierte, mit ihnen zu tanzen…

Einer der beiden wurde wie von Geisterhand von ihr fortgerissen und war in Sicherheit. Der andere, der zuvor enorm bösartige Taten vollzogen hatte — sei es nun Karma oder was auch immer — hingegen hatte nicht solch ein Glück und war gezwungen mit ihr zu tanzen.

Dieser Akt der ungeschlechtlichen Paarung dauerte eine gefühlte halbe Stunde an, in der jeder auf der Tanzfläche befindliche, ausgenommen dem unglücklichen Wicht, bis zur Atemlosigkeit beömmelte. Auch danach, als der alte Mensch schlussendlich verschwunden war, nahm die Schadenfreude bei den meisten der Augenzeugen nicht ab.

Nachdem selbst die Kassiererin am Ausgang (sie war etwa genau so alt) es nicht glauben wollte, fand der durchaus gelungene Abend ein rasches Ende.

Ich weiß nicht, ob Euch schonmal etwas ähnliches passiert ist, doch denke ich, man sollte anderen — besonders seinen Freunden — keien grausamen Dinge

antun, da sich letzten Endes alles wieder ausgleicht.

Ich hoffe dieser Artikel ist nicht allzu sinnlos…

In dem Sinne: Eine gute Nacht,

Marvin

BloGGenesis 1,1

22/03/2010

„Und es wurde Tag auf BloGGitanius und die BloGGitanier
erblickten das Licht. Und sie staunten.
Bald wurde es ihnen klar: Die Insel, auf der sie standen,
bot die Möglichkeit, ihren Genius und ihre Schöpfungskraft
auszuleben.
Und so schufen sie. Und die Großartigkeit beeindrucke einen
jeden von ihnen. So fassten sie den Entschluss, die Welt zu
verändern und zu einem besseren Ort zu wandeln.
Doch als bald die Wandlung begann, fanden sich sowohl
Jünger, wie auch jene, denen die Pläne der vier Höllenhunde
missfielen. Und so begannen sie, wiederum Pläne zu schmieden,
um dem großen Wandel entgegenzueifern…“

-BloGGenesis 1,1

Marvin