Gewinner-Logbuch 09/05/10

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Liebes BloGGitagebuch,

Wir schreiben Sonntag, den 9. Mai 2010 – es ist Muttertag. Ich befinde mich in einer kleinen Nische in einem dunklen Kellergewölbe. Mein Leben ist ernsthaft bedroht. Das Wasser steht mir bis zum Hals, Tendenz steigend. Wie soll ich hier nur rauskommen? Egal. Wichtiger ist, dass diese Informationen die Außenwelt erreichen. Ich habe eine schreckliche Entdeckung gemacht.

Alles begann damit, dass ich nach einer durchzechten Nacht vor meiner Haustür stand und nach meinem Schlüssel suchte, dann wurde es mir klar: Es war Muttertag. Das wäre ja nicht weiter schlimm gewesen, wenn ich denn ein Geschenk für sie besorgt hätte. Glücklicherweise kam mir die großartige Idee, ein paar Blumen aus Nachbars Garten zu stibitzen. Doch als ich sie ihr überreichte kam es, wie es kommen musste – sie warf mich hochkant aus dem Haus und schrie mich an, ich solle mich zum Teufel scheren.

Nun saß ich da, verschwitzt, müde und mit blutigen Händen von den Rosen, über die sich meine Mutter scheinbar nicht besonders gefreut hatte. Ich kam ins Grübeln und mir wurde klar, dass meine Sinne vielleicht doch von allerlei Einflüssen¹ etwas benebelt waren. Verschlafen schleppte ich mich in Richtung Park und legte mich auf eine Bank. Wie ich es vor dem Schlafen stets zu tun pflege, klopfte ich auf den Boden unter mir – kurz, lang, kurz, lang, lang und noch dreimal kurz – plötzlich begann die Bank, sich zu drehen und ich fand mich in einem schwach ausgeleuchtetem Gang wieder.

Meiner aufgeschlossenen Neugier – die mich zu so einem interessanten und großartigen Menschen macht – ist es zuzuschreiben, dass ich, anstatt durch den Ausgang zu türmen, den Gang entlang schlenderte und versehentlich einen Knopf drückte, der daraufhin den Alarm auslöste. Prompt kamen Nacktäffchen-Wachen angeflogen. Mehrere Stunden lang rung ich mit etwa zwölf von ihnen, als schlussendlich die von  ihnen angeforderte Verstärkung eintraf. Gemeinsam überwältigten sie mich und sperrten mich in diese kleine nischenartige Zelle.

Sollte ich das alles hier überstehen, werde ich euch ausführlich davon berichten, wie ich es geschafft habe… bitte verbreitet die Kunde, dass es sie tatsächlich gibt – eine gefährliche Armee von Nacktäffchen. Man munkelt, einer ihrer Schläfer sei in einer hier in Göttingen ansässigen Band untergekommen, um Informationen über die lokale Partykultur zu sammeln. Seid auf der Hut!

¹ ja, ich hatte vergangene Nacht tatsächlich sehr viel Zucker im Blut…

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