Identitätsenthüllung

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Hallo, Hallo BloGGitanier,

neulich fragte mich jemand: „Sag mal Marvin, hast du schonmal von dieser Lady Bitch Ray gehört? Kannst du mir sagen wer das ist?“ . Zu meinem Bedauern bestand meine Antwort lediglich aus einem verdutzten Geräusch der Ratlosigkeit.

Dieses Problem lies mich nicht mehr los, und so wachte ich eines Nachts schweißgebadet auf und verspürte das enorme Verlangen, das Rätsel um die Identität dieser Person zu lüften. Gesagt, getan – umgehend packte ich ein paar wichtige Sachen zusammen und machte mich auf den Weg.

Mein erstes Ziel war die städtische Bibliothek. Stundenlang durchwühlte ich Regale und wälzte unzählige Bücher – vergebens. Also zog ich weiter, um meinen Wissensdurst zu stillen. Ich entschloss mich, den weisesten Mann aufzusuchen, der mir bekannt war – Dietmar vom Carré.

Nachdem ich ihm mein Anliegen vorgetragen hatte und mit einer wahrlich großen Antwort rechnete entlockte ich ihm lediglich ein „Ich  bin ’n‘ Penner. Ich hab‘ ’ne Jahreskarte“. Nach dieser Enttäuschung konnte ich auch die nächsten beiden Punkte als wenig hilfreich abhaken und so führte mich meine Odyssee zu einem weiter entfernten Ziel. Doch auch mein guter Freund Ernst August von Hannover war nicht in der Lage, mir Hilfe zu leisten, da er bereits vor einigen Jahren von uns gegangen war.

Nach dieser mehrfachen Pleite war ich gezwungen, schwere Geschütze aufzufahren. So beschloss ich, Angela Merkel aufzusuchen. Zwar war sie nicht begeistert, mitten in der Nacht geweckt zu werden, doch war sie nach einem Tässchen Tee und ein bisschen Smalltalk gewillt, sich meines Problems anzunehmen. Zu meinem Bedauern waren weder sie, noch ihr unverhältnismäßig großer Identitäs-aufdeckungs-Ausschuss in der Lage, mein Problem zu lösen. Auf ihren Rat hin, die tibetanischen Mönche zu Rate zu ziehen, wenn ich närrisch genug sei, den unfassbar gefährlichen und noch nie zuvor beschrittenen Weg auf mich zu nehmen, zog ich von dannen.

Einige Wochen und endlose grausame Verletzungen später war es geschafft: Ich betrat den Vorhof des Klosters, das dafür bekannt war, den weisesten aller Mönche zu beherbergen. So erbat ich um Audienz – mit Erfolg. Einige Tage energischer Diskussion später war ich meinem Ziel kein Stück näher. Dafür war mir einiges Gefasel über das Nirvana, Reinkarnation und die Allheit zu Ohren gekommen.

Geknickt machte ich mich auf den Heimweg. Endlich in Göttingen angekommen konnte ich es kaum erwarten, meinen Mit-Bloggern von dieser Enttäuschung zu berichten. Und nachdem ich meine Geschichte geschildert hatte, sagte Lorenz: „Ach Mensch, da hättest du dir wirklich eine ganze Menge Ärger ersparen können. Ich bin Lady Bitch Ray!“

Ich sah ihm ausdruckslos in die Augen, und ging…

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