Sub-urbane Sozialstrukturen

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Guten Abend zusammen,

aufgrund des ausgezeichneten Wetters entschieden wir uns, heute Fußball spielen zu gehen. Wir wählten einen Platz auf den Zietenterrassen, einer Gegend, die einen ausgesprochen hohen Migrationsanteil aufweist.
Als ich einen Moment herumsaß, bekam ich die Unterhaltung einiger dort ansässigen Kinder mit, was mich sehr geprägt und schlussendlich dazu veranlasst hat, diesen Artikel zu verfassen.
Zunächst sollte ich versuchen, die drei wichtigsten Personen zu beschreiben. Da wäre zum Einen ein kleiner Junge, der, wie ich einem Gespräch entnehmen konnte, 13 Jahre alt war. Sein Kopf befand sich etwa auf Höhe meines Brustbeins, was vermutlich der Grund war, weswegen er mir so quirlig – fast schon wuselig – vorkam. Er trug Sportklamotten und spuckte jede Minute mehrmals auf den Boden, ein wahrer Fußballer.
Sein Kumpel maß etwa 1,85m und trug einen Vokuhila, dessen Ende gelockt und blond gefärbt war, was einen starken Kontrast zu seinen ansonsten dunklen Haaren bildete. Gekleidet war er ähnlich wie der erste, weitaus kleinere Junge und auch er hatte die unangenehme Angewohnheit, ständig den Boden mit seinem Speichel zu benetzen.
Der dritte im Bunde war ein weiterer kleiner Wicht von 15 Jahren. Er war gute zehn Zentimeter größer als der Erste und trug eine Trainingshose, Chucks und ein etwas zu klein geratenes T-Shirt, welches seine durchaus füllige Figur enorm betonte.
Bereits während des Spiels war mir aufgefallen, dass die drei kaum einen Satz zu bilden vermochten, der nicht eine Beleidigung als Anhängsel trug. Ein ausgezeichnetes Beispiel bildet der folgende, kurze, doch zugleich aussagekräftige Dialog:

„Spiel, du Opfer“
„MAAAN, halt doch die Fresse, du Spast!“

Sätze dieser Art waren ständig zu hören, was mich bald dazu bewegte, mich zu Trutz und Cona auf den Tennisplatz zu gesellen. Kurz nachdem ich wiederkam und mich auf eine Bank setzte, holte der zuletzt beschriebene Junge einen Zettel aus der Tasche, der sich als Schreiben des Staatsanwaltes entpuppte. Stolz berichtete er von den Anschuldigungen, die gegen ihn vorliegen: „räuberische Erpressung und Körperverletzung, voll geil, Alta“.
Kurz darauf entschlossen sich die drei, etwas zu tun, das ich nicht verstehen konnte, doch stellte sich, als sie kurz darauf wieder auftauchten, heraus, dass es mit Drogen zu tun gehabt haben muss.
Bald, nachdem das beinahe epische Match zwischen Cona und Lorenz bestritten war, entschlossen wir uns zu gehen, doch Cona, der einen der kleinen Jungen schief ansah, musste sich von diesem zunächst als „Fick-Fehler“ bezeichnen lassen, bevor wir endlich das Weite suchen konnten.

Nun frage ich euch, liebe Bloggitanier, was haltet ihr davon, dass sich bereits kleine Kinder so verhalten? Geht es mit unserer Gesellschaft den Bach herunter?

Marvin

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2 Antworten to “Sub-urbane Sozialstrukturen”

  1. LoWrenZ Says:

    Ich bin erschüttert!!!!

  2. cona Says:

    In der Tat äußerst schockierend.

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